Kurz vor dem Urlaub

Es hat leider wieder mal etwas länger gedauert, dafür bitte ich um Entschuldigung. Ich habe mittlerweile Sommerferien. Zwei Monate lang von Mitte März bis Mitte Mai. Wie schon in den ersten Ferien habe ich vor viel herumzureisen, nur diesmal noch etwas spontaner, mit sehr flexibler Zeitplanung und die meiste Zeit alleine. Heute Abend geht der Bus nach Bangkok. Dort werde ich eine Weile mit meinen zwei Freundinnen Krissi und Leonie bleiben, bis unsere Wege sich dann trennen und ich mich in Richtung Süden und Inseln aufmachen werde. Genauere Ziele sind noch nicht festgelegt. Zum Ende der Ferien kann ich mir vorstellen eine Weile in einem buddhistischen Tempel zu verbringen.

Die letzten Monate vergingen gleichzeitig schnell und schleichend. Während zu Beginn des Jahres und eine lange Zeit danach jeder Tag aufregend war und sich besonders anfühlte, verfiel das Leben in letzter Zeit einer gewissen Monotonie. Ein vollständiges Versinken im Alltag. Im Grunde ist das gar nichts Negatives. Man konzentriert sich auf wesentliche Sachen, geht seiner Arbeit in der Schule nach, die aber wahrlich nicht anspruchsvoll weil zu gering ist. Aber ich denke die großen Ferien kommen genau zur richtigen Zeit. Sie sind eine Möglichkeit aus dem Trott herauszukommen, etwas zu erleben und letztendlich seine Energie für die danach folgenden letzten Monate aufzuladen.

Nun ja, bevor ich gehe wollte ich doch noch kurz von einigen noch nicht erwähnten Ereignissen berichten, die teilweise schon vor längerer Zeit stattfanden.

 

Klassenfahrt in den Süden

Nicht selten profitieren wir davon, dass das Geld bei der Namlad School recht locker zu sitzen scheint. Nächstes Beispiel dafür: Die Klassenfahrt der 6. Klasse in den Süden nach Cha’am. Das Reiseprogramm beinhaltete den Besuch eines Science-Museums, eines Freizeitparks, eines Zoos und einige spaßige Stunden am Strand im Meer und auf dem Banana-Boat. Lustigerweise fuhren nicht wie in Deutschland üblich ein, zwei Klassenlehrer mit, sondern das Kollegium in seiner Gesamtheit. Die Lehrer ließen die Kinder dann meistens viele Freiheiten und machten ihr eigenes Ding. Andererseits wurde vor allem im Meer auch viel gemeinsam Zeit verbracht, denn das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist trotz allem Respekt sehr freundschaftlich.

 

Loy Krathong

Das Lichterfest. Wunderschön anzusehen und mitzuerleben. Das gesamte Volk versammelt sich.

 

Pai

Pai ist gewissermaßen das Backpackerzentrum des thailändischen Nordens. Recht schwierig zu erreichen ist das kleine Städtchen in den Bergen, denn berüchtigterweise sind von Chiang Mai bis dorthin stolze 762 Kurven zu befahren. Die Stadt an sich ist äußerst hübsch und alternativ, hat nur einige wenige belebte Straßen , auf denen sich aber Cafes, Bars und Restaurants dicht an dicht aneinanderreihen. Ein netter Ort zum entspannen. Außerhalb des Städtchens kann man noch den gar nicht so kleinen Pai Canyon, Elefantenfarms oder Hot Springs erkunden. Ein sehr schöner Ort zum Entspannen, auch wenn man dort hauptsächlich Westler und nur selten Thais antrifft.

 

Sportfest an der Schule

Einmal im Jahr veranstaltet jede Grundschule hier einen „Sports Day“. Schon einige Zeit im voraus wird dafür geplant und geübt. Die Länge und das Programm der Veranstaltung unterscheiden sich von Schule zu Schule. Zu Beginn marschiert die Gesamtheit aller Schüler in einer großen Parade in den Pausenhof ein, was für uns ziemlich militärisch wirkt, aber viel Stolz und Feierlichkeit verbreitet. Danach geht es dann einen ganzen Schultag lang um Sport. Die Schüler sind in verschiedene Teams unterteilt und treten in mehr oder weniger ernsthaften Sportarten gegeneinander an. Ich zum Beispiel durfte Sackhüpfen.

 

Silvester

Thailänder feiern gerne. Deswegen wird auch an Silvester alles getan eine möglichst große Party zu organisieren. In Chiang Rai wurde dafür das gesamte Stadtzentrum um den goldenen Clocktower herum beansprucht. Mehrere Bühnen unzählige Tische und Stühle und je später der Abend gefühlt die gesamte Stadtbevölkerung traf man dort an.

 

Phu Chi Dao

Nur gut zwei Monate lang war die flexible Freiwillige Vivi bei uns. Eine viel zu kurze Zeit, finden wir alle. Zu ihrem Abschied unternahm (fast) die gesamte Gruppe einen zweitägigen Ausflug. Es ging zu „Phu Chi Fa“, ein in dieser Region besonders für schöne Sonnenaufgänge sehr bekannter Berg. Dort schlugen wir ein Zeltlager, schliefen wenig und machten uns sehr früh auf den Weg zur „Phu Chi Dao“ Klippe um den Sonnenaufgang zu bewundern. Das hatte dann, wie in den ersten Ferien, eher mäßigen Erfolg. Aber davon ließ sich niemand die Laune verderben und es war alles in allem eine gelungene Abschiedsfahrt und ein schönes Zusammensein mit der (fast) vollständigen Gruppe.

 

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Ein Gedanke zu “Kurz vor dem Urlaub

  1. Danke für die schönen Berichte und Bilder! Nun, nachdem wir da waren, kann ich mir das alles viel plastischer vorstellen. Wünsche dir viel Spaß und Anregungen bei der großen Reise. Bin gespannt, was du alles erleben und berichten wirst!!

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