Erste Eindrücke

Ich bin jetzt seit fünf Tagen hier und bin glücklich und fasziniert von dem Land. Unser Haus liegt etwas außerhalb von Chiang Rai inmitten von grünen bewaldeten Hügeln. Die Unterkunft an sich ist sehr einfach aber bequem und die individuelle Einrichtung der Zimmer ist uns selbst überlassen. Abends sitzt man gemütlich auf der Gemeinschaftsterrasse und redet, spielt Spiele oder betrachtet den Nachthimmel.

Die ersten Tage haben wir damit verbracht nützliche Besorgungen zu machen und die Umgebung zu erkunden. Das bevorzugte Fortbewegungsmethode dabei ist generell das Trampen, denn in der Regel sind die Leute sehr nett und nach ein paar Minuten sitzt man schon zu zehnt auf der Ladefläche eines Pickup und genießt den Fahrtwind. In der Stadt ist dann immer genug los. Es gibt viele Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben.

Der Nachtmarkt zum Beispiel ist riesig und reich an allerlei billigen, schönen, kitschigen und leckeren Sachen. Generell ist es hier möglich mit relativ wenig Geld sehr zufrieden und mit vollen Tüten nach Hause zu gehen.

Wir alle haben nun auch schon unsere ersten Schultage hinter uns. Eindrücke davon werde ich demnächst auch hier ausführlich schildern 🙂

Hello there

Hey! Herzlich Willkommen auf meinem Blog 🙂

Für die, die mich nicht kennen: Mein Name ist Benni Helm, ich bin 19 Jahre alt und komme aus München.

Dieser Blog entsteht aus folgendem Grund: Ich werde ab August ein Jahr in Thailand, genau genommen Chiang Rai, verbringen und dort einen Freiwilligendienst absolvieren. Meine Eindrücke und Erfahrungen möchte ich gerne mit allen Freunden, Bekannten und Interessierten teilen, weshalb ich hier meinen Einsatz regelmäßig dokumentieren werde.

Gegen Ende des letzten Jahres, das Abi rückte immer näher, fing ich an mir ernsthafte Gedanken über die Zeit nach dem Abschluss zu machen. Studieren möchte ich zwar, kam aber so direkt nach der Schule noch nicht in Frage. Es sollte irgendeine Form von sinnvoller Auszeit, möglichst weit weg von zuhause, sein. So recherchierte ich, hörte mich um und freundete mich mit dem Konzept des Freiwilligendienstes an. Man hat eine konkrete Aufgabe, für die man ein Jahr lebt, lernt eine neue Kultur kennen, kann sich selbst weiterentwickeln und selbstständiger werden und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten auch Menschen helfen. So fiel die Entscheidung mich bei der Organisation „Welt-Sicht/Hope for Life“ für einen Projektplatz zu bewerben. Mein Wunschziel war von Anfang an Südostasien gewesen, und so war ich sehr glücklich als mir mitgeteilt wurde, dass ich eine Stelle als Englischlehrer an einer thailändischen Grundschule bekommen würde. Hierbei werde ich als Absolvent des Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) vom Staat unterstützt.

Die Zeit danach verging wie im Flug. Es wurde sehr viel gelernt und sich gestresst, aber dann war das Abitur auch schon bestanden und man konnte sich dem Feiern und Entspannen widmen. Ziemlich bald stand dann aber schon das von Welt-Sicht/Hope for Life organisierte 12-tägige Vorbereitungsseminar im Schullandheim des kleinen Dörfchen Lützel an. Dort lernten wir – mehr als 30 Freiwillige – uns näher kennen, erfuhren was unser Einsatzort und wer unsere Mitbewohner sein würden, und bekamen von den unglaublich sympathischen, entspannten Seminarleitern Hannes und Simon eine Art Crash-Kurs in allen wichtigen Angelegenheiten für das Auslandsjahr und lernten viel über unsere jeweiligen Einsatzländer. Es ist wirklich verwunderlich, wie eng eine Gruppe innerhalb so kurzer Zeit zusammenwachsen kann. Wie gut man sich doch kennenlernt, wenn man zwei Wochen, auch aufgrund des sehr bescheidenen Freizeitangebots der Umgebung, aufeinanderhockt und immer neue kreative Arten miteinander Spaß zu haben finden muss. Da hilft es natürlich aber auch, dass es eine Gruppe gewissermaßen Gleichgesinnter ist, die alle das gleiche Ziel verfolgen und sich sozusagen für den gleichen Lebensweg entschieden haben. Das Seminar wird mir immer in sehr schöner Erinnerung bleiben und ich freue mich schon die ganzen Leute wiederzusehen und von ihren Erlebnissen zu hören.

Und nun rückt alles immer näher. Am 5. August beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich. Ein ganzes Jahr als Englischlehrer in Thailand, in einer WG mit 12 anderen Freiwilligen. Die Vorfreude ist riesig, auch wenn der Abschied von Familie und all den guten Freunden natürlich sehr weh tut. So richtig realisieren kann ich das ganze noch immer nicht. Das kommt dann wahrscheinlich wenn ich dort angekommen bin und es kein zurück mehr gibt.

Eins steht mit Sicherheit fest: es wird eins der aufregendsten Jahre meines Lebens. Und ich freue mich über jeden, der sich interessiert und mit dem ich meine Erlebnisse teilen kann. Deshalb bin ich auch jederzeit offen für Fragen oder allgemeines Feedback 🙂